16 März 2012

Kleines Chili-1x1 für das Jahr 2012

Wir verbringen das Wochenende in den Straßen von Strasbourg. Damit euch in der Zwischenzeit aber nicht die Langeweile packt, hinterlassen wir euch ein paar kleine Tipps für eure eigene Chili-Zucht 2012:

Keimtest (Dezember bis Mitte Februar): Gerade bei älterem Saatgut solltet ihr auf einen Keimtest nicht verzichten. Diesen am besten bereits vier Wochen vor Beginn der Anzuchtphase durchführen, um notfalls frischen Nachschub ordern zu können! Einfach einige Samen auf feuchter Watte oder Küchenpapier zum Keimen bringen. Wenn hier schon nix mehr keimt, müsst ihr mit dieser Marge gar nicht mehr mit der Anzucht beginnen…

Auswahl des Saatgutes (ganzjährig): Ganz profanes Standardsaatgut findet ihr in jedem Gartencenter. Den Weg in Chili-Wunderland werdet ihr auf diese Weise aber nicht finden. Dafür empfehle ich euch einschlägige Shops im WWW die mit einer unfassbaren Auswahl an Samen begeistern können. Dealer unseres Vertrauens ist beispielweise seit nunmehr drei Jahren www.semillas.de.

Anzucht I (Ende Februar bis Ende März): Über die beste Methode scheiden sich die Geister. Wir erzielen ausgezeichnete Ergebnisse mit einfachem Küchenpapier und Gefrierbeuteln. Dazu zwei Blätter Küchenrolle auf die breite eines Gefrierbeutels bringen, mit Wasser befeuchten (nicht ertränken!) und die gewünschte Zahl Samen darauf verteilen. Das ganze in den Beutel legen, gut verschließen und an einem warmen, dunklen Ort bringen. Regelmäßig kontrollieren und nach dem Keimen aussetzen.

Anzucht II: Wenn die ersten feinen Wurzel zu erkennen sind, sollten die Keimlinge von der Küchenrolle in echte Erde umziehen. Auch hier hat jeder eine andere Mischung parat, wir benutzen 2/3 Anzuchterde plus 1/3 Sand. Die Keimlinge in Anzuchttöpfen etwa einen Zentimeter tief einsetzen, alles gut anfeuchten. Ein Mini-Gewächshaus sorgt für die nötige Luftfeuchtigkeit. Regelmäßig belüften.

Aussetzen: Sobald die Pflänzchen sich kräftig entwickelt haben und der Nachtfrost vorbei ist, können eure Chilis nach draußen umziehen. Optimal ist ein sonniges Plätzchen, wobei die jungen Pflanzen allmählich an die aggressive Sonne gewöhnt werden sollten. Ein Beet in Südlage ist natürlich perfekt. Aber auch ohne Garten kommen wir prima zurecht: Auf unserem Balkon reihen sich jeden Sommer große und kleinere Blumentöpfe harmonisch aneinander. Aber gerade in Töpfen solltet ihr den Wasserbedarf eurer Chilis im Auge behalten. Wir kontrollieren darum in der heißen Jahreszeit einmal täglich, im Hochsommer müssen wir auch genauso oft gießen.

 Düngen: Die meisten Anzucht- und Blumenerde sind inzwischen vorgedüngt. Die ersten Zeit könnt ihr euch also weitere Zugaben sparen. Nach etwa acht Wochen sorgen wir aber mit Produkten für Tomaten/Paprika für den extra Nährstoffschub.

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