Unsere Reise führte uns zunächst von Deutschland nach Calais, dann mit der Fähre hinüber nach Dover und von dort über die Region um Southampton nach Plymouth, Bristol und schließlich zurück an die Ostküste nahe Canterbury (die blauen Punkte auf der Karte sind unsere B&Bs, die grünen Pins sind Orte die wir besucht haben).
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| Die Spice-o-Ramas erkunden England. |
Natürlich planten wir auch im Vorfeld, was wir uns alles ansehen wollten. Wir entschieden uns für den Dumont Reise-Handbuch "Südengland" von Ingrid Nowel (ISBN: 978-3-7701-7693-9) für 22,95 EUR.
Wir können dieses Buch wirklich nur wärmstens empfehlen, denn es enthält eine komplette und recht brauchbare Südengland-Karte und bietet auf 432 Seiten sehr viele Tipps, Touren-Ideen sowie ausführliche Beschreibungen von Sehenswürdigkeiten und Ortschaften. Vor allem die Mischung der geschilderten Ausflügsziele hat uns gefallen: Neben Kunst, Kultur, den obligatorischen Gärten und Burgen bietet das Handbuch Vorschläge für Halbtages- und auch Tagestouren wie Wanderungen oder auch Ausflüge mit dem Fahrrad. Auch auf die etwas knifflige Parkplatz-Situation in vielen Orten geht die Autorin oft ein und gibt vereinzelt Tipps, wie und wo man sein Gefährt kostengünstig(er) abstellen kann.
Geocaching in einem fremden Land ist sicherlich immer ein besonderes Erlebnis. Abseits der touristischen Attraktionen entdeckt man versteckte Winkel, an denen andere sicher gerne vorbeischlendern ohne sie zu bemerken. An historisch oder künstlerisch bedeutenden Orten finden sich oft Earthcaches für deren Bewältigung recht spezielle Fragen beantwortet werden müssen. Hier helfen oft die örtlichen Infotafeln - nur selten können die Antworten auch im Internet gesucht werden. Virtuals locken an Orte, die zwar nicht unbedingt einen pädagogischen Nutzen haben, oft aber trotzdem interessant sein können. Manchmal steckt hinter den Fragen nur kurioses, manches mal stimmt es aber auch nachdenklich und lädt ein, sich intensiver mit einem Ort zu befassen. Raffiniert platzierte Dosen sorgen für den nötigen Reality-Faktor beim Cachen. Hier konnten wir mehr als einmal den Erfindungsreichtum der Community bewundern und wir nehmen die eine oder andere Anregung mit nach Hause.
Insgesamt haben wir in den zwei Wochen Südengland 53 Caches gesucht und davon 48 Caches auch gefunden. Der schwerste hatte eine Gelände-Wertung von 4 und befand sich in Cheddar. Gefeiert wurde im Anschluss ganz englisch bei einer Tasse Tee und Schokokuchen. Das kurioseste Versteck fanden wir in Dartmoor in der Nähe eines Golfplatzes. Ich kann alle beruhigen - es ist nicht gespoilert wenn ich dieses Bild veröffentliche:
Am anstrengensten war mit Sicherheit unsere Wanderung von Tintagel Castle nach Boscastle - und weil das noch nicht genug war, kam ich auf die glorreiche Idee, das Busgeld für die Rückfahrt zu sparen und die ganze Strecke auch noch zurück zu latschen... Die Aussicht war jedoch auf Hin- und Rückweg atemberaubend! Nach insgesamt 40 Kilometern schliefen wir in der Nacht auch so tief wie die Steine, die wir an diesem Tag mehrfach erklommen hatten.
| Tintagel - Boscastle |
| Tintagel - Boscastle |
Heute ist nicht alle Tage, wir kommen wieder - keine Frage!


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